Schützenfest in Burgdorf
Jedes Jahr am 4. vollen Wochenende im Juni von Donnerstag bis Sonntag feiert die Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 ihr Schützenfest.

Dieses unterscheidet sich von anderen Schützenfesten im Umkreis doch ein wenig.

In Burgdorf gibt es 9 eigenständige Korporationen , die zusammen die Schützengesellschaft bilden.
Alle haben einen eigenen Vorstand und auch eine eigene Anzugsordnung.

Es gibt drei „schwarze Korporationen" (Club Germania und Junggesellen Corps) die im schwarzen Anzug mit Zylinder unterwegs sind. Und seit dem Jahr 2000 die Aue Rosen 2000, eine neue Damenkorporation, die ebenfalls in schwarz geht. Weiter gibt es noch die Damenabteilung, die Jungschützen, die Marinekameradschaft, die in blau/weiß geht, die Schießsportabteilung, das Sportpistolencorps und den Spielmannszug.
Donnerstag
Traditionell beginnt das Schützenfest am Donnerstagabend um 20.30 Uhr mit dem großem Zapfenstreich, zu dem Rat und Verwaltung sowie die Könige des Vorjahres auf der Rathaustreppe Aufstellung nehmen.
Dazu sind auch die Bruchmeister aus Hannover und die Junggesellen aus Hildesheim vom Club Germania eingeladen.
Nach Totenehrung und abspielen der Nationalhymne gibt es einen kurzen Umzug durch die Stadt in Richtung Festplatz. Dort findet die traditionelle Schaffermahlzeit statt.
Freitag
Doch die Nacht ist kurz in Burgdorf. Freitagmorgen um 5.00 Uhr werden die Einwohner der Stadt durch Böllerschüsse geweckt und auch ab diesem Zeitpunkt marschieren die „Geneiter" mit den Burgdorfern Stadtsoldaten, mit Musik durch die Stadt, um die männlichen Einwohner aufzurufen, am Schützenfest teilzunehmen.

Und ab 7.30 Uhr werden die Könige des Vorjahres vom Schützenheim abgeholt und zum Rathaus begleitet.

Dort beginnt um 8.30 Uhr die Aufstellung der einzelnen Korporationen auf der Marktstraße. Die Vorsitzenden machen dem Kommandeur Meldung wie viel Teilnehmer der Korporation angetreten sind. Dazu hat sich jeder Vorsitzender einen humorvollen Text ausgedacht, vor allem in Bezug auf die neuen Könige.

Dann folgt eine weitere Besonderheit von Burgdorf. Mit einer zweifachen Revielle (Vorbeimarsch an allen Korporationen) werden zuerst die Fahnen und dann die Könige des Vorjahres aus dem Rathaus abgeholt. Nun folgt der große Festumzug durch die Straßen der Stadt und nur wer daran teilgenommen hat, kann in Burgdorf auch König werden, denn die neuen Könige stehen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Erst nach dem gemeinsamen Essen werden zwischen 12.30 und 15.30 Uhr die Könige mit je 5 Schuß KK, Auflage und Freihand, auf 50 Meter Entfernung ausgeschossen. Dann ist es endlich soweit, gegen 16.00 Uhr werden die Könige bekannt gegeben. Und gegen 16.30 Uhr beginnt der Abmarsch mit den Königsscheiben zu den neuen Majestäten.

Beim Festball am Freitagabend werden dann die neuen Majestäten offiziell proklamiert.
Samstag
Am Schützenfestsonnabend findet in der ehemaligen Kreisstadt Burgdorf das Kreiskönigsschiessen statt. Alle Könige des letzten Jahres aus dem Kreisschützenverband kommen nach Burgdorf um dort die Kreiskönige in den verschiedenen Sparten auszuschiessen. Für alle anderen, außer dem Junggesellencorps, die am Vormittag ihr traditionelles Sammeln durchführen, ist allgemeines Ausschlafen angesagt, um für den Festball am Abend wieder fit zu sein.
Sonntag
Am Sonntagmorgen dann klingt schon am Vormittag Musik durch alle Straßen der Stadt. Die neuen Könige werden mit Musik von Zuhause abgeholt und zum Rathaus begleitet.

Um 13.30 Uhr ist dann wieder Aufstellung aller Korporationen und der Gastvereine. Und wie Freitag machen die einzelnen Korporationen Meldung an den Kommandeur, dabei erweist sich dann auch, ob die Meldungen von Freitag wahr geworden sind oder nicht. Auch die zweimalige Revielle findet wiederum statt. Neben den Königen der Stadt, nehmen diesmal auch die Kreiskönige daran teil.
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung setzt sich dann der Umzug, durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt, in Richtung Schützenplatz in Bewegung.


Auch der Abschluß des Schützenfestes läuft in Burgdorf etwas anders ab.

Montagmorgen um ca. 0.00 Uhr marschiert das Fanfarencorps „Wikinger" im Zelt auf, eine letzte Runde wird noch einmal gedreht und dann geht es Richtung Rathaus zum letzten Tanz. Die Straße wird abgesperrt und nach drei Tanzrunden auf der Straße wird dann das Schützenfest offiziell beendet und es dauert 361 Tage bis das größte Fest der Stadt wieder startet.

Ein Besuch ist immer lohnenswert.

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